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Ein Texter aus Frankfurt und die Stimme!

Heute morgen ging es durch die Medien: Meat Loaf ist tot! Wieder eine echte Rocklegende, die uns verlassen hat (tolle Kurzbiographie auf laut.de). Ich finde, daran merken wir, dass es auch für uns so ganz langsam eng wird. Gut, ich hoffe, da bleibt noch ein wenig Zeit. Zeit z.B. um mal wieder eine alte Geschichte hervorzukramen, die mit Werbung und dem verstorbenen Sänger eng verbunden ist. Also los: Es dürfte jetzt knapp 20 Jahre her sein. Der Texter aus Frankfurt war frisch verliebt (damals) und bekam einen neuen Job in einer Agentur für Dialog-Marketing: Er wurde sogar Leiter der Kreativabteilung. In Festanstellung.

Das erste große Projekt und Meat Loaf!

Schon ging´s rund. Es stand eine Promo für die…………..kasse an! Es ging um die Fußball WM 2006 in Deutschland. Wir brauchten nicht nur Bilder, sondern auch einen Soundtrack. Alle wollten “Football is coming home”(der damals wie heute sehr beliebte Gassenhauer). Nur ich wollte als Alternative “Forever Young” von Bob Dylan. Allerdings in der Version von Meat Loaf (der kann halt nun mal singen, Herr Zimmermann).  Und siehe da: Unser Kunde war begeistert von meinem Vorschlag und die Aktion kam insgesamt gut an. Ja, ich durfte sogar mit dem Management des gewichtigen Texaners reden wg. der Rechte und so. Die waren dermaßen freundlich, das war schon ein Lichtblick, denn:

Der Texter aus Frankfurt gesteht: Mein Chef war ein Monster!

Ach hätte ich ihm doch mal die Meinung gegeigt….Na ja man war noch jung, ängstlich und hatte sich zudem ein Motorrad bestellt. Geld musst also rein. Damals schwor ich mir aber, nach dieser Phase nie wieder für so einen Fatzke zu arbeiten. Das habe ich bis heute – mehr oder weniger – auch eingehalten. Ich klinge trotzdem verbittert? Bin ich auch, wenn ich an diesen Horst und meine vertane Chance denke, ihm mal eine reinzuwürgen. Jetzt aber genug – ich klinge ja schon wie der Graf von Monte Christo. Dafür hatte ich nette Kollegen, die mir sagten, dass eine Verweildauer von 9 Monaten als Texter der Rekord sei (wer jetzt Lust auf nette Nicht-Chefs hat, der geht einfach mal auf h-e.b.de) . Ja und jetzt schließt sich der Kreis, denn die Kündigung folgte nach genau dieser Zeit. War das schlimm? Quatsch! Danach fühlte ich mich wie eine …..na? Richtig: Bat out of Hell!

Werber in Frankfurt und anderswo gehören nicht zu den Lieblingen.

Ja, es ist ohne Zweifel wahr: Werber in Frankfurt bzw. in ganz Deutschland sind an Ihrem Ruf nicht so ganz unschuldig. Warum das so ist? Ein Beispiel: Der Verfasser dieser Zeilen bekam vor einigen Jahren einen Anruf für einen freien Job. Er sollte eine absolute zuckerhaltige Limonade mit seinen Worten “groß machen” Das Getränk war in jeder Hinsicht ein schädlicher Dickmacher mit Geschmack. Wer will kann sich dazu hier mal gezielter informieren: medical-tribune.de  Der Auftraggeber aber faselte unentwegt etwas von “Marktdurchdringung” und “großen Erfolgsaussichten” auf dem hiesigen Markt. Unser Texter überlegte, ob er das wirklich machen sollte, zögerte die Entscheidung hinaus. Er hatte genug zu tun und war sich auch nicht sicher, ob er das Gewichtsproblem in der jugendlichen Zielgruppe noch weiter fördern sollte.

Dann kam der Anruf!

Der Agenturinhaber, der unseren Copywriter für diesen Auftrag buchen wollte, fragte im nächsten Gespräch ganz unverblümt, ob er ihn denn zur Occupy-Bewegung bzw. Demo in Frankfurt begleiten wolle. Es ging ganz entschieden gegen die Macht des Kapitalismus. Damit brachte er das Fass zum Überlaufen. Ein Werber in Frankfurt, der sich nicht zu schade war, eine absolut überflüssige Plörre an die Mädchen bzw. Jungs zu bringen, wollte etwas gegen die Macht des Geldes tun! Selbst unserem Texter (der auch schon viel Quatsch geschrieben hat/schreiben musste und bestimmt kein Heiliger ist) war das zu viel.

Ein Werber in Frankfurt sagt “Nein”!

Kann man “Vermarkter” sein und gleichzeitig den Kapitalismus geißeln? Ich denke nicht! War das macht, tut das aus purem Populismus. Dumm und so einfach zu durchschauen! High End Belästigung ist eine Agentur und steht dazu. Fertig. Wir fördern den Konsum und profitieren von ihm. Alles andere ist einfach nicht ehrlich. H-E-B.de weiß das und setzt trotzdem die Segel ein wenig anders. Wahrscheinlich würden wir ein solches Produkt nicht vermarkten. Ganz sicher aber werden wir – nur um in der Beliebtheitsskala nach oben zu kommen – keine Veranstaltung besuchen, die nicht zu uns passt. Das nennt man wohl neue Bescheidenheit. Werber in Frankfurt und anderswo tun gut daran, hier mal intensiver nachzudenken.

 

Die neue Werbeagentur Frankfurt und was sie nicht macht!

High End Belästigung – die andere, neue Werbeagentur Frankfurt – erlaubt sich hier erstmal, einen Text zu zitieren, der aus einem herrlich bösen Buch stammt. Los geht´s`: Im gleißenden Licht der Neonröhren schlichen mäßig entlohnte Teilzeit-Lurche zwischen den Regalen rum, in ständiger Furcht, auf die Toilette zu müssen. Keine Frage: Das hier war ein Stück gelebtes Nostalgie-Osteuropa mitten im Westen. So stellt sich der Deutsche ein Ladengeschäft in Irkutsk vor, vielleicht mit ein paar weniger Artikeln, dafür mit besserer Stimmung.”

Die gute Nachricht: Das Geschäft ist schon lange weg!

Die schlechte Nachricht: Der Gründer von High End Belästigung sollte damals an einem Pitch für den Etat mitmachen. Aber hier kommt noch eine gute Nachricht: Er war verhindert und somit kein Teil dieser unsäglichen Veranstaltung. Nun wissen die Leser bestimmt schon, um welchen Kunden, welches Geschäft es sich handelt: Klar, es war Schlecker! Jene Drogeriekette also, die ihre Mitarbeiter gnadenlos ausspionierte und die jede Art von Einkaufserlebnis im Keim erstickte. Der Pitchgewinn wurde dennoch frenetisch gefeiert und auch in den Revolverblättern der Kommunikationsbranche geradezu “spektakulär” aufgeführt. Da war von “brennen für den Job” und “heiß auf die neue Herausforderung” die Rede. Anders gesagt: Dieses ganze Geschwätz war an Zynismus nicht zu überbieten. Der Claim mit dem man dann in die Offensive ging, lautete übrigens: Schlecker. For you. Vor Ort.

Die neue Werbeagentur Frankfurt hätte einen Besseren: For you. Vorhölle!

Natürlich möchte und kann sich High End Belästigung nicht auf die Fahne schreiben, immer ethisch-moralisch richtig gelegen zu haben. Aber so weit hat es keiner bei uns je getrieben. Ok, auch für Alkohol (licher.de) und – nur kurz – Zigaretten waren wir mal im Spiel, aber: Hier ging es um freiwilligen Verbrauch bzw. Genuss. Die Angestellten von Schlecker hatten diese Wahl nicht. Und weil wir aus unseren Fehlern lernen sollten, wollen wir bei sowas auch nicht mitmachen. Gleiches gilt übrigens für Billig-Klamotten und SUV´s mit dem CW-Wert einer Doppelhaushälfte. Alle anderen können gerne mal h-e-b.de besuchen.

Wir sind noch ein bisschen klassische Werbeagentur!

Die Frage müsste aber dennoch lauten: Klassische Werbeagentur? Wer braucht das noch? Es ist tatsächlich so, dass vieles was man damals für ein ordentliches Entgelt in Auftrag gab, heute selbst erledigt werden kann. Die digitale Revolution hat auch hier ihren Siegeszug angetreten. Für so manchen Auftritt braucht man jetzt nicht mehr unbedingt ein ausgefuchstes Kreativ-Team. Dennoch können Menschen, die sich mit Print und all den anderen klassischem Themen beschäftigen, immer noch sehr hilfreich zur Seite stehen. Diese lange Berufserfahrung kann und darf ja nicht umsonst gewesen sein.

Der Glamour-Faktor ist durch!

Und High End Belästigung bedauert das nur bedingt. Das aufgeregte Gehopse durch eine klassische Werbeagentur entfällt bei uns komplett. Wir sehen uns als gnadenlose Dienstleister, die ihren Job machen. Feierabend. Schließlich haben wir alle genug Weihnachtsfeiern, Sommerfeste und Selbst-Beweihräucherung mitgemacht um das nun nicht mehr soooo zu schätzen. Unser Handwerk indes, das machen wir nach wie vor gerne. Allerdings haben wir auch hier den nötigen Abstand zu der Sache und sind Realisten genug, um keinen solchen Eiertanz mehr zu veranstalten. Ein gesundes Maß an Realität unterscheidet uns von all den anderen, die ihr Business vielleicht auch mit gesundem Menschenverstand betrachten, um dann doch nur laut zu tönen, dass ihre Kreation aber das Größte ist. Blödsinn! Das würde unser IT-Spezialist Joachim Laatz von abbelsoft.de dazu sagen.

Klassische Werbeagentur und dabei ganz pragmatisch.

Früher waren die Kreativen, die auf den klassischen Etats mit Zeitung, Film und Funk arbeiteten, ziemlich arrogante Hansel. Wir haben das gehasst, weil wir auch noch etwas anderes – vielleicht Bedeutenderes – wie z.B. acht Jahre Rettungsdienst hinter uns haben Das erdet und für diese gesunde Herangehensweise steht High End Belästigung wie eine Eins. Wenn Sie es nicht glauben, dann melden Sie sich doch einfach mal bei h-e-b.de und erfahren Sie, was wir damit meinen. Oder sehen Sie sich eins der Filmchen an. Da erfahren Sie so allerhand über unsere Philosophie. Ehrenwort.

 

 

Werbung lernen ist nur bedingt möglich.

Warum das so ist mit Werbung lernen, weiß High End Belästigung ganz genau. Der Gründer der Agentur war schließlich lange genug auch Dozent an einer Akademie, die den potenziellen Studenten versprach, aus Ihnen gestandene Texter und Redakteure zu machen. Ok, er hat es aus Liebe zum Geld und zur Kommunikation gemacht. Zu seiner und als Entschuldigung für die Studenten muss allerdings auch gesagt werden: Es gab schon echte Talente! Diese konnten aber “von Natur aus” treffend formulieren und eine Sache auf den Punkt bringen. Was ihnen noch beizubringen war? Gesetzmäßigkeiten aus dem Kommunikations-Alltag wie den z.B. Marketing-Mix, den richtigen Umgang mit Beratern usw. Den kreativen Teil hatten sie schon drauf!

Hier schämt sich aber einer ganz schön.

Und das völlig zu Recht. Er hat nämlich auf ganzer Linie versagt, indem er nur den schnöden Mammon gesehen hat und nicht, was ein Bildungsinstitut wie “seines”  mit den Menschen macht. Warum hat er nicht früher nach einem Eignungstest vor Studienbeginn gefragt? Warum hat er niemanden durchfallen lassen, obwohl der/die das Talent einer Dachlatte hatte? Weil er zu feige war und alles hingenommen hat! Nur die Scheinchen sah.

Der Weckruf in Sachen Werbung lernen:

Als er wieder einmal als Freelancer bei einer Funkproduktion gebucht war, wurde er Folgendes gefragt: Stimmt es eigentlich, dass Du auf der XXXX unterrichtest? Als er bejahte, war das Entsetzen groß und das Tonstudio maßlos enttäuscht. Dann kam Corona und der Kurs wurde nur noch online abgehalten. Das schlug dem Fass nun endgültig den Boden aus. Man bezahlt teures Geld für eine Leistung, die man auch kinderleicht umsonst bekommen kann. Reine Abzocke. Und dabei faseln sie von einer zukünftigen Anstellung bei so renommierten Agenturen wie leoburnett.de 

Er bereut. Und warnt.

Hört auf, diesen Unsinn zu glauben, den sie euch erzählen, wenn es um Werbung lernen geht. Wer nicht gut – oder eben nur durchschnittlich – schreiben kann, wird es auch dort nicht zum Texter und/oder Redakteur. Trotzdem bekommt man ein Abschlusszeugnis, dass aber eigentlich keinen Wert hat. Wer – wie ich aus Erfahrung weiß – in der Abschlusspräsentation 24 Rechtschreibfehler hat, darf kein Texter sein. Punkt. Der ehemalige Dozent hat es nun eingesehen und etwas gelernt, dass er gerne weitergeben möchte: Geht nicht dahin. Es ist zu teuer und bringt nicht wirklich was. Basta. Wer weitere Infos braucht: h-e-b.de 

Werbeagenturen und graue bzw. grausame Zeiten!

In den Werbeagenturen ging die Kunde um, dass es eine Agentur gegeben hat, die an einem ganz gewöhnlichen Montag alle Mitarbeiter über fünfzig in den großen Konferenzraum rief, um ihnen dort mitzuteilen, dass sie ab morgen nicht mehr zu kommen brauchen. Hammer, oder? Ja, aber auch nicht so ganz ungewöhnlich. Ich muss allerdings dazu sagen: Die Geschichte hat sich vor einigen Jahren zugetragen. Damals also, als es noch schick(er) war, in der Kommunikationsbranche zu arbeiten.

Werbeagenturen haben´s selbst verbockt

Und das obige “Drama” ist sicherlich ein Paradebeispiel dafür. Warum? Weil man seine eigene Wichtigkeit schon immer gnadenlos überschätzt hat und jetzt vor einem echten Dilemma steht. Der dringend benötigte Nachwuchs hat nämlich längst ganz andere reizvolle Felder im Bereich “Medien” für sich entdeckt (man denke nur an professionelle Blogger und Konsorten). Die sind i.d.R. auch nicht viel tiefgründiger, aber sowas lässt sich immer noch besser verkaufen, als der Job in einer Werbeagentur (Stichwort: Kommerzkacke). Die Älteren wiederum wollen nicht mehr in dieser Mühle schrubben und sich von einem Jungdynamiker etwas über “geiles Zeug” weismachen lassen. Beweise? All meine Kollegen wie z.B. buerobert.de die über der magischen Zahl 50 lagen, hatten plötzlich wieder Jobofferten. Haben sie diese angenommen? Ja, aber nur für ein paar Wochen.

Plötzlich ist das nix mehr…

Die Damen und Herren der seniorigen Liga hatten einfach keine Lust mehr auf ellenlange Meetings, die vor allem der Selbstdarstellung dienten. Sie hatten genug vom Schauspiel ohne Inhalt und suchten sich ganz schnell was anderes (oder gar nix). Klinge ich verbittert? Ja! Ich bin es auch. Wenn man aus einem Business mehr macht, als es tatsächlich ist und dazu noch Peinlichkeiten über die coole Betriebskultur  in die sozialen Netzwerke stellt, kann das schon frustrierend sein. Sollte ich es mit der Werbung dann so machen, wie es der Verbraucher auch macht? Einfach den “Egalknopf” drücken? Nein. Dann bräuchte es h-e-b. de  ja nicht zu geben. Eben!