Textbeitrag

Zunächst einmal:

Vielen Dank für all die Glückwünsche zu meinem 55sten Geburtstag.

Tja, und weil ihr alle so nett seid, will ich auch mal etwas zurückgeben, quasi das  Geschenk des so reich Beschenkten. Langer Schwede, kurzer Finn: Hier ist nun das Präsent: Ein Quiz, welches  sich der Betagte – gemeinsam mit einer Flasche Wein –  ausgedacht hat. Es geht  schlicht um die 5 denkwürdigsten Werbeagenturen durch die ich jemals gestolpert bin. Ihr müsst jetzt einfach den Namen erraten und schon habt ihr gewonnen.

Der Preis für den Sieger? Ganz in der Tradition meiner früheren Arbeitgeber gibt es weder Geld noch sonst was, aber: Seht das mal als Chance!

Letzte Anmerkung: Habt keine Angst, dass es zu knifflig werden könnte – es gibt  Hinweise, um auf die Lösung zu kommen. Besondere Beachtung solltet ihr dabei dem Punkt “Nachhaltigste Erinnerung“ schenken.

Und schon geht’s los:

Nummer 1: Der Chef war ein unfassbares Ungeheuer (der Nachfolger allerdings ein ausgesprochen netter Mensch). Schwerpunkt war Dialog -Marketing und es ging um Kreditkarten. Bei Vorstellungsgesprächen hat man dort immer gern was von „wir sind wie eine große Familie“ schwadroniert, aber auch Charles Manson hat seine Bande ja „The Family“ genannt. Nachhaltigste Erinnerung: Die sehr nette, frisch eingestellte Sekretärin des Monsters, die mindestens einmal am Tag geweint hat (bevor sie – Gott sei Dank – was Besseres fand).

Nummer 2:  Haus lag mitten im Bahnhofsviertel (von wegen „echt cooler Platz und so“ was bis zum Erbrechen betont wurde). Ich war nur Freelander und  der Boss  des Laden´s war eine   Das hat die Sache – leider – nicht besser gemacht: Jeden Tag sinnloses Geschrei und jeder – wirklich jeder – wollte nur eines: weg!. Die ganze Agentur eine hysterische Lachnummer.  Passend dazu trug das Horrorhaus den Namen einer  Warnfarbe.  Nachhaltigste Erinnerung:  Die unerträglichen Blähungen des Agenturhundes (ein Boxer).

Nummer 3: Pharma“ so richtig in die Grütze. Absolut schlimm und wie Nummer 1 ebenfalls nicht ganz in Frankfurt. Der damalige Geschäftsführer? Ein uU (unsympathisches Unikum) im absolut negativen Sinn. Ganz ehrlich: Wer ihn und die gesamte Atmosphäre kannte, der lachte über Vietmam! Nie verging die Zeit langsamer, als dort – ein wirklich schlimmer Ort. Nachhaltigste Erinnerung: Die umständliche Bahnverbindung, um anschließend etwas so Freudloses zu verrichten. Vertane Lebenszeit!

Nummer 4: Eigentlich nicht ganz so schlecht. Dann aber doch, weil die kleine Zweigstelle von heute auf morgen dichtgemacht wurde und der Laberchef (Porschefahrer, der eigentlich nix so richtig konnte) das mit folgenden Worten kommentierte:  „Es sind halt komische Zeiten“ (noch ein Wort und du hat komische Zähne“). Na ja, ich ging dann für ein paar Wochen in´s Hauptwerk nach Düsseldorf und meine Haarfarbe ähnelte immer mehr der dem Namen der    Nachhaltigste Erinnerung: Die (damals) neuen Kreativbosse hatten einen „Boxring“ (ohne Scheiß, jetzt) im ersten Stock aufgebaut, weil man – Achtung festhalten –für gute Ideen kämpfen sollte (ok, sie waren nicht lange da….)

Nummer 5: Meine letzte Station war der „Gnadenhof für alternde Kreative“ und eine Inhouse-Agentur für zwei asiatische Auto-Riesen. Nie hatte ich miesere Chefs als dort und nie habe ich mehr Tischfußball gespielt, um mich vom drögen Alltag und all dem psychopathischem Geschwätz abzulenken. Da ging man hin, weil sie anständig bezahlten, aber sonst gab es keinen weiteren Grund. Oder doch? Nachhaltigste Erinnerung: Das Mittagessen war umsonst!

Viel Spaß!

 

 

 

 

 

Ich zumindest müsste bei der Frage in der Überschrift nicht lange überlegen. Ein bisschen körperliches Training im Vorfeld vorausgesetzt. Denn das Ganze soll ja – selbst mit Lappen und Schrubber- einigermaßen ansehnlich sein. Und genau da liegt das Problem für Seo-Texte Frankfurt und anderswo: Auch das Geschriebene für´s Google Ranking muss diese Kriterien erfüllen. Sie sollen anspruchsvoll und inhaltsschwer daherkommen und den Leser mit “fesselnden Informationen” erfreuen.  Es gibt dafür sogar Institutionen, die dem Freiberufler ein komfortables Zusatzgeschäft ermöglichen, wenn er nur ordentlich in die Tastaturen haut. Das Ganze hat allerdings einen Hakel, der mich die ganze Sache ganz schnell abhaken lässt:

1000 Worte für 15 Euro!

Das ist der Tarif den textbroker.de und andere Plattformen den ehrgeizigen Kommerzpoeten zahlen. 15 Euro für tausend Worte! Selbst mit einer ordentlichen Portion guten Willens wird das nichts anderes als ein echte Herausforderung. Ok, für einen Erotik-Versand gibt es da vielleicht noch eine schöne Latte an Möglichkeiten (kleines Wortspiel ha ha und wieder ein paar Worte mehr). Bei z.B. Hydraulik-Zylindern im Maschinenbau wird es für den Nicht-Techniker dann schon eng. Man kann sich leicht vorstellen, wie sehr man sich reinhängen muss, um damit 200 Ocken im Monat zu machen! Sie können da ja nicht irgendeinen Blödsinn schreiben. Der Kunde zahlt nur für Qualität.

Seo-Texte in Frankfurt und die Texter!

Wussten Sie eigentlich, dass ich mal Teamleiter für Seo-Texte war? Da war die Bezahlung ebenfalls nicht gerade üppig, aber ich musste ja auch nicht schreiben, sondern nur delegieren. Das ging dann allerdings auch nicht so flott von der Hand wie den Hausflur schrubben. Die Fluktuation in der Gruppe war nämlich unfassbar hoch. Die gestandenen Texter haben sich das angeguckt, ein-oder zweimal gemacht und dann das Weite gesucht. Genau davon leben aber diese Plattformen. Das macht keiner lange mit. Garantiert. Und jetzt fragen Sie sich bestimmt, ob denn h-e-b.de, die High End Belästigung in Sachen Kommunikation, Seo-Texte schreibt?  Ja, machen wir. Aber eben nicht für Klecks und Klicker. Dafür sind die Worte gewählter und das Ganze ist sauber herausgeputzt. Ansonsten: Schwamm drüber.

Finale Anmerkung: Das hier sind nur 346 Worte.

Ein Texter aus Frankfurt und die Stimme!

Heute morgen ging es durch die Medien: Meat Loaf ist tot! Wieder eine echte Rocklegende, die uns verlassen hat (tolle Kurzbiographie auf laut.de). Ich finde, daran merken wir, dass es auch für uns so ganz langsam eng wird. Gut, ich hoffe, da bleibt noch ein wenig Zeit. Zeit z.B. um mal wieder eine alte Geschichte hervorzukramen, die mit Werbung und dem verstorbenen Sänger eng verbunden ist. Also los: Es dürfte jetzt knapp 20 Jahre her sein. Der Texter aus Frankfurt war frisch verliebt (damals) und bekam einen neuen Job in einer Agentur für Dialog-Marketing: Er wurde sogar Leiter der Kreativabteilung. In Festanstellung.

Das erste große Projekt und Meat Loaf!

Schon ging´s rund. Es stand eine Promo für die…………..kasse an! Es ging um die Fußball WM 2006 in Deutschland. Wir brauchten nicht nur Bilder, sondern auch einen Soundtrack. Alle wollten “Football is coming home”(der damals wie heute sehr beliebte Gassenhauer). Nur ich wollte als Alternative “Forever Young” von Bob Dylan. Allerdings in der Version von Meat Loaf (der kann halt nun mal singen, Herr Zimmermann).  Und siehe da: Unser Kunde war begeistert von meinem Vorschlag und die Aktion kam insgesamt gut an. Ja, ich durfte sogar mit dem Management des gewichtigen Texaners reden wg. der Rechte und so. Die waren dermaßen freundlich, das war schon ein Lichtblick, denn:

Der Texter aus Frankfurt gesteht: Mein Chef war ein Monster!

Ach hätte ich ihm doch mal die Meinung gegeigt….Na ja man war noch jung, ängstlich und hatte sich zudem ein Motorrad bestellt. Geld musst also rein. Damals schwor ich mir aber, nach dieser Phase nie wieder für so einen Fatzke zu arbeiten. Das habe ich bis heute – mehr oder weniger – auch eingehalten. Ich klinge trotzdem verbittert? Bin ich auch, wenn ich an diesen Horst und meine vertane Chance denke, ihm mal eine reinzuwürgen. Jetzt aber genug – ich klinge ja schon wie der Graf von Monte Christo. Dafür hatte ich nette Kollegen, die mir sagten, dass eine Verweildauer von 9 Monaten als Texter der Rekord sei (wer jetzt Lust auf nette Nicht-Chefs hat, der geht einfach mal auf h-e.b.de) . Ja und jetzt schließt sich der Kreis, denn die Kündigung folgte nach genau dieser Zeit. War das schlimm? Quatsch! Danach fühlte ich mich wie eine …..na? Richtig: Bat out of Hell!

Werber in Frankfurt und anderswo gehören nicht zu den Lieblingen.

Ja, es ist ohne Zweifel wahr: Werber in Frankfurt bzw. in ganz Deutschland sind an Ihrem Ruf nicht so ganz unschuldig. Warum das so ist? Ein Beispiel: Der Verfasser dieser Zeilen bekam vor einigen Jahren einen Anruf für einen freien Job. Er sollte eine absolute zuckerhaltige Limonade mit seinen Worten “groß machen” Das Getränk war in jeder Hinsicht ein schädlicher Dickmacher mit Geschmack. Wer will kann sich dazu hier mal gezielter informieren: medical-tribune.de  Der Auftraggeber aber faselte unentwegt etwas von “Marktdurchdringung” und “großen Erfolgsaussichten” auf dem hiesigen Markt. Unser Texter überlegte, ob er das wirklich machen sollte, zögerte die Entscheidung hinaus. Er hatte genug zu tun und war sich auch nicht sicher, ob er das Gewichtsproblem in der jugendlichen Zielgruppe noch weiter fördern sollte.

Dann kam der Anruf!

Der Agenturinhaber, der unseren Copywriter für diesen Auftrag buchen wollte, fragte im nächsten Gespräch ganz unverblümt, ob er ihn denn zur Occupy-Bewegung bzw. Demo in Frankfurt begleiten wolle. Es ging ganz entschieden gegen die Macht des Kapitalismus. Damit brachte er das Fass zum Überlaufen. Ein Werber in Frankfurt, der sich nicht zu schade war, eine absolut überflüssige Plörre an die Mädchen bzw. Jungs zu bringen, wollte etwas gegen die Macht des Geldes tun! Selbst unserem Texter (der auch schon viel Quatsch geschrieben hat/schreiben musste und bestimmt kein Heiliger ist) war das zu viel.

Ein Werber in Frankfurt sagt “Nein”!

Kann man “Vermarkter” sein und gleichzeitig den Kapitalismus geißeln? Ich denke nicht! War das macht, tut das aus purem Populismus. Dumm und so einfach zu durchschauen! High End Belästigung ist eine Agentur und steht dazu. Fertig. Wir fördern den Konsum und profitieren von ihm. Alles andere ist einfach nicht ehrlich. H-E-B.de weiß das und setzt trotzdem die Segel ein wenig anders. Wahrscheinlich würden wir ein solches Produkt nicht vermarkten. Ganz sicher aber werden wir – nur um in der Beliebtheitsskala nach oben zu kommen – keine Veranstaltung besuchen, die nicht zu uns passt. Das nennt man wohl neue Bescheidenheit. Werber in Frankfurt und anderswo tun gut daran, hier mal intensiver nachzudenken.

 

Die neue Werbeagentur Frankfurt und was sie nicht macht!

High End Belästigung – die andere, neue Werbeagentur Frankfurt – erlaubt sich hier erstmal, einen Text zu zitieren, der aus einem herrlich bösen Buch stammt. Los geht´s`: Im gleißenden Licht der Neonröhren schlichen mäßig entlohnte Teilzeit-Lurche zwischen den Regalen rum, in ständiger Furcht, auf die Toilette zu müssen. Keine Frage: Das hier war ein Stück gelebtes Nostalgie-Osteuropa mitten im Westen. So stellt sich der Deutsche ein Ladengeschäft in Irkutsk vor, vielleicht mit ein paar weniger Artikeln, dafür mit besserer Stimmung.”

Die gute Nachricht: Das Geschäft ist schon lange weg!

Die schlechte Nachricht: Der Gründer von High End Belästigung sollte damals an einem Pitch für den Etat mitmachen. Aber hier kommt noch eine gute Nachricht: Er war verhindert und somit kein Teil dieser unsäglichen Veranstaltung. Nun wissen die Leser bestimmt schon, um welchen Kunden, welches Geschäft es sich handelt: Klar, es war Schlecker! Jene Drogeriekette also, die ihre Mitarbeiter gnadenlos ausspionierte und die jede Art von Einkaufserlebnis im Keim erstickte. Der Pitchgewinn wurde dennoch frenetisch gefeiert und auch in den Revolverblättern der Kommunikationsbranche geradezu “spektakulär” aufgeführt. Da war von “brennen für den Job” und “heiß auf die neue Herausforderung” die Rede. Anders gesagt: Dieses ganze Geschwätz war an Zynismus nicht zu überbieten. Der Claim mit dem man dann in die Offensive ging, lautete übrigens: Schlecker. For you. Vor Ort.

Die neue Werbeagentur Frankfurt hätte einen Besseren: For you. Vorhölle!

Natürlich möchte und kann sich High End Belästigung nicht auf die Fahne schreiben, immer ethisch-moralisch richtig gelegen zu haben. Aber so weit hat es keiner bei uns je getrieben. Ok, auch für Alkohol (licher.de) und – nur kurz – Zigaretten waren wir mal im Spiel, aber: Hier ging es um freiwilligen Verbrauch bzw. Genuss. Die Angestellten von Schlecker hatten diese Wahl nicht. Und weil wir aus unseren Fehlern lernen sollten, wollen wir bei sowas auch nicht mitmachen. Gleiches gilt übrigens für Billig-Klamotten und SUV´s mit dem CW-Wert einer Doppelhaushälfte. Alle anderen können gerne mal h-e-b.de besuchen.

Wir sind noch ein bisschen klassische Werbeagentur!

Die Frage müsste aber dennoch lauten: Klassische Werbeagentur? Wer braucht das noch? Es ist tatsächlich so, dass vieles was man damals für ein ordentliches Entgelt in Auftrag gab, heute selbst erledigt werden kann. Die digitale Revolution hat auch hier ihren Siegeszug angetreten. Für so manchen Auftritt braucht man jetzt nicht mehr unbedingt ein ausgefuchstes Kreativ-Team. Dennoch können Menschen, die sich mit Print und all den anderen klassischem Themen beschäftigen, immer noch sehr hilfreich zur Seite stehen. Diese lange Berufserfahrung kann und darf ja nicht umsonst gewesen sein.

Der Glamour-Faktor ist durch!

Und High End Belästigung bedauert das nur bedingt. Das aufgeregte Gehopse durch eine klassische Werbeagentur entfällt bei uns komplett. Wir sehen uns als gnadenlose Dienstleister, die ihren Job machen. Feierabend. Schließlich haben wir alle genug Weihnachtsfeiern, Sommerfeste und Selbst-Beweihräucherung mitgemacht um das nun nicht mehr soooo zu schätzen. Unser Handwerk indes, das machen wir nach wie vor gerne. Allerdings haben wir auch hier den nötigen Abstand zu der Sache und sind Realisten genug, um keinen solchen Eiertanz mehr zu veranstalten. Ein gesundes Maß an Realität unterscheidet uns von all den anderen, die ihr Business vielleicht auch mit gesundem Menschenverstand betrachten, um dann doch nur laut zu tönen, dass ihre Kreation aber das Größte ist. Blödsinn! Das würde unser IT-Spezialist Joachim Laatz von abbelsoft.de dazu sagen.

Klassische Werbeagentur und dabei ganz pragmatisch.

Früher waren die Kreativen, die auf den klassischen Etats mit Zeitung, Film und Funk arbeiteten, ziemlich arrogante Hansel. Wir haben das gehasst, weil wir auch noch etwas anderes – vielleicht Bedeutenderes – wie z.B. acht Jahre Rettungsdienst hinter uns haben Das erdet und für diese gesunde Herangehensweise steht High End Belästigung wie eine Eins. Wenn Sie es nicht glauben, dann melden Sie sich doch einfach mal bei h-e-b.de und erfahren Sie, was wir damit meinen. Oder sehen Sie sich eins der Filmchen an. Da erfahren Sie so allerhand über unsere Philosophie. Ehrenwort.

 

 

Werbung lernen ist nur bedingt möglich.

Warum das so ist mit Werbung lernen, weiß High End Belästigung ganz genau. Der Gründer der Agentur war schließlich lange genug auch Dozent an einer Akademie, die den potenziellen Studenten versprach, aus Ihnen gestandene Texter und Redakteure zu machen. Ok, er hat es aus Liebe zum Geld und zur Kommunikation gemacht. Zu seiner und als Entschuldigung für die Studenten muss allerdings auch gesagt werden: Es gab schon echte Talente! Diese konnten aber “von Natur aus” treffend formulieren und eine Sache auf den Punkt bringen. Was ihnen noch beizubringen war? Gesetzmäßigkeiten aus dem Kommunikations-Alltag wie den z.B. Marketing-Mix, den richtigen Umgang mit Beratern usw. Den kreativen Teil hatten sie schon drauf!

Hier schämt sich aber einer ganz schön.

Und das völlig zu Recht. Er hat nämlich auf ganzer Linie versagt, indem er nur den schnöden Mammon gesehen hat und nicht, was ein Bildungsinstitut wie “seines”  mit den Menschen macht. Warum hat er nicht früher nach einem Eignungstest vor Studienbeginn gefragt? Warum hat er niemanden durchfallen lassen, obwohl der/die das Talent einer Dachlatte hatte? Weil er zu feige war und alles hingenommen hat! Nur die Scheinchen sah.

Der Weckruf in Sachen Werbung lernen:

Als er wieder einmal als Freelancer bei einer Funkproduktion gebucht war, wurde er Folgendes gefragt: Stimmt es eigentlich, dass Du auf der XXXX unterrichtest? Als er bejahte, war das Entsetzen groß und das Tonstudio maßlos enttäuscht. Dann kam Corona und der Kurs wurde nur noch online abgehalten. Das schlug dem Fass nun endgültig den Boden aus. Man bezahlt teures Geld für eine Leistung, die man auch kinderleicht umsonst bekommen kann. Reine Abzocke. Und dabei faseln sie von einer zukünftigen Anstellung bei so renommierten Agenturen wie leoburnett.de 

Er bereut. Und warnt.

Hört auf, diesen Unsinn zu glauben, den sie euch erzählen, wenn es um Werbung lernen geht. Wer nicht gut – oder eben nur durchschnittlich – schreiben kann, wird es auch dort nicht zum Texter und/oder Redakteur. Trotzdem bekommt man ein Abschlusszeugnis, dass aber eigentlich keinen Wert hat. Wer – wie ich aus Erfahrung weiß – in der Abschlusspräsentation 24 Rechtschreibfehler hat, darf kein Texter sein. Punkt. Der ehemalige Dozent hat es nun eingesehen und etwas gelernt, dass er gerne weitergeben möchte: Geht nicht dahin. Es ist zu teuer und bringt nicht wirklich was. Basta. Wer weitere Infos braucht: h-e-b.de 

Werbeagenturen und graue bzw. grausame Zeiten!

In den Werbeagenturen ging die Kunde um, dass es eine Agentur gegeben hat, die an einem ganz gewöhnlichen Montag alle Mitarbeiter über fünfzig in den großen Konferenzraum rief, um ihnen dort mitzuteilen, dass sie ab morgen nicht mehr zu kommen brauchen. Hammer, oder? Ja, aber auch nicht so ganz ungewöhnlich. Ich muss allerdings dazu sagen: Die Geschichte hat sich vor einigen Jahren zugetragen. Damals also, als es noch schick(er) war, in der Kommunikationsbranche zu arbeiten.

Werbeagenturen haben´s selbst verbockt

Und das obige “Drama” ist sicherlich ein Paradebeispiel dafür. Warum? Weil man seine eigene Wichtigkeit schon immer gnadenlos überschätzt hat und jetzt vor einem echten Dilemma steht. Der dringend benötigte Nachwuchs hat nämlich längst ganz andere reizvolle Felder im Bereich “Medien” für sich entdeckt (man denke nur an professionelle Blogger und Konsorten). Die sind i.d.R. auch nicht viel tiefgründiger, aber sowas lässt sich immer noch besser verkaufen, als der Job in einer Werbeagentur (Stichwort: Kommerzkacke). Die Älteren wiederum wollen nicht mehr in dieser Mühle schrubben und sich von einem Jungdynamiker etwas über “geiles Zeug” weismachen lassen. Beweise? All meine Kollegen wie z.B. buerobert.de die über der magischen Zahl 50 lagen, hatten plötzlich wieder Jobofferten. Haben sie diese angenommen? Ja, aber nur für ein paar Wochen.

Plötzlich ist das nix mehr…

Die Damen und Herren der seniorigen Liga hatten einfach keine Lust mehr auf ellenlange Meetings, die vor allem der Selbstdarstellung dienten. Sie hatten genug vom Schauspiel ohne Inhalt und suchten sich ganz schnell was anderes (oder gar nix). Klinge ich verbittert? Ja! Ich bin es auch. Wenn man aus einem Business mehr macht, als es tatsächlich ist und dazu noch Peinlichkeiten über die coole Betriebskultur  in die sozialen Netzwerke stellt, kann das schon frustrierend sein. Sollte ich es mit der Werbung dann so machen, wie es der Verbraucher auch macht? Einfach den “Egalknopf” drücken? Nein. Dann bräuchte es h-e-b. de  ja nicht zu geben. Eben!

 

 

Kommunikation ist mein Metier.

Doch zunächst einmal gilt es festzuhalten, dass ich – außer in der Kommunikation – in der Schule nicht immer die hellste Kerze auf der Torte war. Besonders Fächer wie Mathe, Physik und Chemie waren eine ziemliche Katastrophe. Aber in Deutsch, Englisch und Blödsinn war ich da schon deutlich besser. Umso verwirrender ist dann der Aspekt, dass ich mich für ein betriebswirtschaftliches Studium entschieden habe. Und – man höre und staune – ich hielt durch bis zum Schluss.

Hat mir das Spaß gemacht?

Überhaupt nicht. Im großen und ganzen habe ich zu diesem – immer noch sehr populären Studiengang – heute eine eher zwiespältige Meinung. Warum? Nun, unsere Welt ist einfach zu schnelllebig geworden, als das man hier bleibende Werte vermitteln könnte. Beispiel gefällig: Als ich die Studentenbank drückte, wollte jeder so sein wie Gordon Gecko – Sie wissen schon, der aalglatte Börsenhai, den Michael Douglas so beeindruckend verkörperte. Ja, das war damals ein echtes „Business-Idol“. Versuchen Sie mal heute noch jemanden zu finden, der so sein möchte!!! Ich könnte wetten, die Suche wird alles andere als leicht. Nach der folgenschweren Finanzkrise vor über einem Jahrzehnt hat es diese Branche in Sachen Akzeptanz besonders schwer.

Ist es in der Kommunikation genauso?

Ich glaube: Es ist ähnlich. Wir Werber – selbst in namhaften Agenturen wie grey.de – haben allgemein nicht den besten Ruf und das natürlich nicht ganz zu unrecht. Gelten wir doch vielen als sehr oberflächlich und gerade Texter werden gerne mal als „Sprücheklopfer“ bezeichnet. Mich allerdings, hat das nicht abgehalten, in die Branche mit Namen Kommunikation einzusteigen. Teilweise auch mangels Alternative. Anders gesagt: Ich wusste nicht so recht, was ich sonst machen sollte. Ich wollte nach dem BWL-Studium sogar noch eine Schauspielausbildung machen und bestand sogar eine nicht ganz leichte Aufnahmeprüfung. Ich habe es dann nicht gewagt. Bedaure ich das heute? Ich bin mir nicht sicher. Aber für einen Kreativen in der Kommunikation ist das alles auch nicht außergewöhnlich. Wie es dann weiter ging? Bleiben Sie dran und gehen Sie ruhig mal auf h-e-b.de